Darum geht es
Der Tod kommt mit Mozartkugel
Im winterlichen Wien endet ein feuchtfröhliches Weihnachtsfest im Garten des Männerwohnheims tödlich. Der Berliner Erwin liegt reglos an der Feuerstelle; in seiner Schläfe steckt ein Stück Mozartkugel. Für Yuri Sonnenburg, den widerwilligen Strategen der „Piefke 5“, und seinen Kärntner Freund Georg beginnt ein Wettlauf gegen eine Polizei, die ihre Täter längst gefunden zu haben glaubt. Statt einer offenen Ermittlung drohen Verdacht, Verhör und Abschiebung.
Dann taucht Yuris unberechenbare Schwester Máša auf. Zugleich baut der geheimnisvolle Markovic mit schwarzem Zylinder seine Macht im Heim aus. Die Spuren führen von der Großküche in die finsteren Kellergänge und schließlich in eine Ideenwerkstatt, in der Erfindungsgeist und Gefahr ungewöhnlich eng beieinanderliegen. Je näher Yuri der Lösung kommt, desto unklarer wird, wer ihn benutzt, wer ihn schützen will und wem er überhaupt noch trauen kann.
Der Piefkemörder verbindet Kriminalfall und Groteske mit einem Blick auf Fremdenfeindlichkeit, institutionelle Willkür und die bequeme Macht einer offiziellen Wahrheit. Der schwarze Humor nimmt dem Geschehen nicht die Schärfe – er macht die Abgründe nur sichtbarer.
In Wien kann selbst eine süße Spur einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.