Der beste Einstieg
Erst die Fälle. Dann die Akten.
Die vier Bände lassen sich in ihrer Nummerierung lesen. Noch mehr gewinnen sie, wenn Sie Yuri, Georg und ihre Wiener Welt bereits aus den beiden Gmeiner-Romanen kennen.
Satire trifft Noir Fiction
Vier Bände, eine Stadt voller Widersprüche und Geschwister, die mehr wissen, als sie erzählen. Torsten Schönbergs Spin-off-Reihe verbindet schwarzen Humor, grotesken Wiener Alltag und die moralischen Grauzonen des Noir.
Wien hinter der Fassade
Wiener Schmarrn führt Figuren, Motive und offene Abgründe aus den Juri-Sonnenburg-Krimis in neuen Formen weiter. Interviews, Tagebücher, Polizeiberichte, Leserbriefe und ein Mordfall widersprechen einander – und ergeben gerade dadurch ein immer dunkleres Bild.
Das ist kein klassischer harter Thriller. Die Reihe arbeitet mit Satire, Groteske und schwarzem Humor, ohne die Themen dahinter leichtzunehmen: Fremdheit, Macht, Loyalität, institutionelle Willkür und die Frage, wer eine Geschichte eigentlich kontrolliert.
Der Ursprung
Die Spin-off-Reihe vertieft die Welt der beiden Wien-Krimis. Wer Figuren, Beziehungen und frühere Fälle von Anfang an kennenlernen möchte, beginnt hier:
In der richtigen Reihenfolge
Jeder Band öffnet eine andere Akte. Zusammen erzählen sie, wie Gerüchte, Geheimnisse und falsche Gewissheiten das Leben von Yuri und Máša Sonnenburg bestimmen.
Wiener Schmarrn · Band 1
Was bleibt von einer Geschichte, wenn ihre Figuren selbst das Wort ergreifen? Yuri und Máša Sonnenburg stellen sich den Fragen ihres Autors – über das Integrationsprogramm „Piefke 5“, den Alltag im Wiener Männerwohnheim und jene Mordfälle, die beide enger betreffen, als ihnen lieb sein kann. Yuri sucht nach Zugehörigkeit und Kontrolle; Máša antwortet mit Spott, Widerspruch und einer beunruhigenden Offenheit. Je länger die Gespräche dauern, desto poröser wird die Fassade. Ein satirischer Interview-Noir über Fremdheit, Familienloyalität und Geheimnisse, die auch im hellen Wiener Grau Schatten werfen.
Wiener Schmarrn · Band 2
Im winterlichen Wien endet ein Weihnachtsfest im Männerwohnheim tödlich: Der Berliner Erwin liegt reglos an der Feuerstelle, in seiner Schläfe steckt ein Stück Mozartkugel. Für Yuri Sonnenburg und seinen Freund Georg beginnt ein Wettlauf gegen eine Polizei, die ihre Täter längst gefunden zu haben glaubt – und beide nach Deutschland abschieben will. Während Máša auftaucht und der geheimnisvolle Markovic seine Macht ausbaut, führen die Spuren in die finsteren Kellergänge des Heims. Ein schwarzhumoriger Wien-Noir über Außenseiter, falsche Gewissheiten und eine Wahrheit, die gefährlicher ist als jede Lüge.
Wiener Schmarrn · Band 3
Der Mordfall Erwin gilt offiziell als abgeschlossen. Doch Tagebücher, geheime Polizeiberichte und unerwartete Interviews erzählen eine andere Geschichte. Im Männerwohnheim an der Meldemannstraße werden private Erinnerungen zu Beweisen, Verdächtige zu Chronisten und vermeintlich sichere Wahrheiten zu neuen Gefahren. Yuri und Máša geraten tiefer in ein Geflecht aus Loyalität, Angst und verdeckten Interessen. Jede Akte öffnet eine neue Perspektive – und jede Stimme hat etwas zu verschweigen. Ein düster-satirischer Dossierroman über die schmale Grenze zwischen Tätern und Opfern.
Wiener Schmarrn · Band 4
Der Fall ist längst mehr als eine Polizeisache. Wütende Leserbriefe, boulevardeske Zeitungsartikel und gefährliche Interviews machen Yuri und Máša zum Gegenstand eines öffentlichen Tribunals. Während draußen Gerüchte zu Gewissheiten werden, wachsen im Männerwohnheim Misstrauen und Verrat. Wer steuert die Anschuldigungen? Welche Stimme verdient Glauben? Und was bleibt von der Wahrheit, wenn jede Seite ihre eigene Fassung verbreitet? Eine finstere Chronik über Loyalität, Ruf und die zerstörerische Macht der Worte – satirisch, vielstimmig und tief im Wiener Zwielicht.
Vier Formen des Verdachts
Die Reihe wechselt bewusst ihre Erzählform. Nicht eine allwissende Stimme, sondern widersprüchliche Dokumente und Aussagen führen immer näher an den Abgrund.
Yuri und Máša antworten – ausweichend, spöttisch und nie ohne eigenes Interesse.
Ein Toter, falsche Verdächtige und eine offizielle Wahrheit mit gefährlichen Lücken.
Private Gedanken treffen auf Polizeisprache – und beide erweisen sich als unzuverlässig.
Die Öffentlichkeit urteilt mit. Worte werden zu Waffen, Gerüchte zu Wirklichkeit.
Der beste Einstieg
Die vier Bände lassen sich in ihrer Nummerierung lesen. Noch mehr gewinnen sie, wenn Sie Yuri, Georg und ihre Wiener Welt bereits aus den beiden Gmeiner-Romanen kennen.